Das Licht bewegte sich. Ich dachte
an einen Strudel (wie ich ihn aus weißen Bergflüssen kannte).
Und die Schnecken waren wieder da.
Ziegelrote, porige Körper, die anmutig ihre Häuser trugen. Ich wechselte meinen
Platz in der Ankunftshalle (so dachte ich). Die Sonne blendete mich. Blendete
und tauchte alles in ein flirrendes Licht.
Der Stuhl, auf dem ich saß, war mit
Samt bezogen. Zu jeder vollen Stunde ließ ich meine Finger über die weichen
Lehnen gleiten. Die Sonne blieb jetzt. Hier war immer Morgen.
Morgen.
Draußen auf dem Asphalt die
schweren, gerüsteten Wagen. Niemand fuhr sie. Sie bewegten sich dennoch. Immer
auf. Und ab. Immer auf dieser einen Straße. Ich sah auf die große Wanduhr: 6.12
Uhr. 37 Grad. Wie jeden Tag wartete ich auf den Fahrer, der mich zur Tiefsee
brachte, dieses milchige Gewässer, das mich erwartete. Ich hatte eine
verschwommene Erinnerung an diesen Ort: Künstliche Bäume, importierter Sand,
Beachkulisse, ein Sprungturm. Irgendwo versteckt die Wellenmaschine. Das Licht
ging aus. Dieses Aus trieb mich hoch. Ich ging zur Treppe und betrat einen
silbrigen Aufgang. Irgendetwas murmelte hier. Dann stand ich in einem
gemaserten Korridor. Von weither hörte ich das Gebell der Hunde. Ich erschrak
beim tiefen Ton einer Glocke, deren Schwingung sich in mir fortsetzte und etwas
in mir fand, für das ich keinen Namen hatte. Seitdem lebe ich inmitten von
breiten, hochgewachsenen Gräsern, die mich blättrig berühren, wenn der nächste
Ton mich erreicht.
P.S. Ich habe gesehen, dass der Tau
in den Dünen aus anderen Fasern gemacht ist.